Der Sausal und seine ganz besonderen Böden
Schon seit vielen Jahrhunderten wird hier im Herzen der Südsteiermark rund um den Ort Kitzeck, entlang der Sausaler Weinstraße, die Weinrebe kultiviert. Neben den warmen Winden die hier das Sulmtal entlang streifen, stellt auch der Boden eine besonders positive Laune der Natur da.
Der nährstoffreiche Oberboden ist ca. 15.000 Jahre alt. Der Sausaler Stock, als solcher wird das Urgestein bezeichnet, hat aber eine viel ältere geologische Geschichte. Diese Gesteinsformationen werden dem Paläozän Zeitalter zugeordnet und sind ca. 60 Mio. Jahre alt.
Das paläozoische Schiefergestein bildet die Grundlage um den Weinen dieser Region einen besonderen Tiefgang, Langlebigkeit und eine elegante Mineralik zu verleihen. Das Wissen um diese außergewöhnliche Bodenzusammensetzung macht es möglich regionstypische Weine zu keltern und diese von steilen Weinbergen geprägte Kulturlandschaft nachhaltig zu bewirtschaften.
Die Geschichte des Weines im Sausal
12. Jhdt.: Aufzeichnungen über die Abgabe eines Weinzehent, an die kirchliche Obrigkeit, in Form von Weinmost.
1322: Namentliche Aufzählung von Weinbaurieden die teilweise heute noch Reben tragen.
1406: detaillierte Angabe über das Ausmaß der Sausaler Weinberge im Seggauer Weinregister
16. Jhdt.: Aufzeichnung des Vizdomat Leibnitz über 23 Weinbaugegenden des südlichen Sausals
1571: Aufgrund der großen Ausdehnung der Rebfläche findet eine verwaltungsmäßige Trennung des vorderen und hinteren Sausals statt. Gegen Ende dieses Jhdt. gab es die jemals größte Ausdehnung der Weinbaufläche in der Steiermark
1595: Ende der salzburgischen Herrschaft im Sausal durch den Verkauf von Erzbischof Wolf Dietrich an Hofmeister Hans Jakob von Khuenberg.
1630: Erzwungene Rückführung durch Erzbischof Paris Graf Lodron als salzburgisches Eigentum.
17. Jhdt.: Feststellung der Fläche in beiden Bergrechtsämtern auf eine Fläche von 1956 Viertel und einen Rachen Bergrechtsgrund (ca. 570 Hektar) angelegt als Weingartenstreifenkultur.
18. Jhdt.: weitere Ausdehnung des Weinbaus auf alle Höhenzüge des Sausaler Weinlandes.
1784: Josef II erlaubt jedermann selbsterzeugte Produkte zu verkaufen - dies gilt als Geburtsstunde des Buschenschanks.
19 Jhdt.: Pilzkrankheiten treten erstmals auf, durch Klimawandel gibt es Frostschäden und die Reblaus(1872) treibt ihr Unwesen.
20 Jhdt.: moderne Technik hält auch im Weinbau Einzug, die Winzer gehen nach und nach zu einem qualitätsorientierten und naturnahen Weinbau über, um Ihre betriebliche Existenz auch in einem so schwierigen Gelände wie dem Sausal zu sichern.
Über die schwere Arbeit in der Zeit des vorigen Jhdt. können sie sich im Weinbaumuseum Kitzeck ein Bild machen.










